HSG Siebengebirge III – HVE Herren I 32:39 (10:20)

Knapper Kader, klarer Sieg: Am 3. Spieltag der KOL muss der HVE zwar mit nur 7 Feldspielern auskommen, sichert sich aber vor allem mit einer überzeugenden ersten Halbzeit einen klaren Sieg und die nächsten beiden Punkte.

Der HVE musste am 3. Spieltag mit gerade einmal 7 Feldspielern und zwei Torhütern antreten. Dabei war selbst der einzige Ersatz-Feldspieler angeschlagen und bis zum Aufwärmen unklar, ob der HVE überhaupt eine Wechselmöglichkeit haben würde. Gegner war die HSG Siebengebirge III. In den vergangenen Jahren hatte der HVE gegen die HSG stets gut ausgesehen und meist die Oberhand behalten, gleichzeitig hatten sich die Gastgeber stark verjüngt und noch kein Saisonspiel absolviert, es war also unklar, auf was für einen Gegner der HVE treffen würde.

Der HVE startete wie immer bisher in dieser Saison stark in die Partie und konnte die Anfangsphase klar für sich entscheiden (1:4 / 8. Minute). Dabei konnte vor allem die Defensive überzeugen, in der kaum gute Chancen zugelassen wurden. Nach einer Zeitstrafe konnte Siebengebirge auf 3:4 verkürzen, der HVE behielt aber die Ruhe und behielt auch während einer weiteren Unterzahl-Situation immer die Führung. Anschließend setzte sich der HVE wieder etwas ab und setzte Mitte der Halbzeit endgültig den Turbo an: Von 7:9 (17. Minute) legte der HVE erst auf 7:12 vor (20. Minute), kassierte ein Tor und legte danach direkt noch einmal einen 0:6-Lauf nach. Die Gastgeber zeigten hier erste Frustration, die der HVE wiederum nutzte, um umzuschalten und schnelle Tore zu erzielen. Plötzlich führte der HVE komfortabel mit 8:18 (26. Minute) und konnte diese Führung bis zum Pausenpfiff behaupten. Mit 10:20 ging es mit einer komfortablen Ausgangssituation in die Kabine.

Die Defensive stand in der gesamten ersten Halbzeit vorbildlich, auch die Wurfquote, ein Problem der ersten beiden Spiele, war in der gesamten Partie von allen Positionen gut. Der HVE hatte sich ein gutes Polster erarbeitet, wollte aber gegen den vollen Kader der HSG keine Hoffnungen auf ein Comeback mehr erlauben.

Dies gelang in der zweiten Halbzeit trotz 22(!) Gegentoren in insgesamt äußerst überzeugenden Weise. Bis zur 59. Minute blieb der Abstand konstant zwischen 8 und 11 Toren, Siebengebirge kam nicht einmal in die Nähe einer Aufholjagd. Dabei ergab sich im Gegensatz zur ersten Halbzeit nun auf beiden Seiten eine völlig ohne Abwehrreihen geführte Partie. Der HVE bekam den Rückraum der HSG nicht mehr wie in der ersten Halbzeit in den Griff, und so hatten die Gastgeber ihre Torausbeute aus der ersten Halbzeit bereits nach 13 Minuten im zweiten Durchgang verdoppelt. Doch der HVE blieb komplett gelassen und verwandelte offensiv einfach genau so sicher von allen Positionen jede Wurfgelegenheit, die sich ergab. Auch wenn die Gegner jegliche Taktik probierte – 5:1 Abwehr, zwei Spieler herausnehmen, offene Manndeckung und 7 Feldspieler – der HVE fand immer die richtige Lösung, leistete sich trotz der offensiven Abwehr nur 8 technische Fehler und erstickte jeden Versuch der HSG zurück in die Partie zu finden im Kaim. Lediglich in den letzten drei Minuten fand sich kein Spieler, der den 40. Treffer erzielen wollte und die HSG konnte etwas Ergebniskosmetik betreiben. Das konnte den Erftstädtern aber am Ende auch egal sein, die sich mit knappen Kader dank einer geschlossenen Leistung klar durchsetzen konnten und die nächsten beiden Punkte mit nach Hause nahmen.