C-Jungs: Sieben gegen sieben – und doch zwei Jungs weniger

Erstes Match der Saison in eigener Halle. Fast ausverkauftes Haus mit engagierten Eltern. Und jede Menge Vorfreude auf den Start in die neue Spielzeit.

Nur das Ergebnis wollte nicht so richtig zu den eigentlich guten Voraussetzungen passen. Gleich eines vorweg: Selbst wenn wir zweimal wöchentlich zusätzliches Krafttraining auf den Trainingsplan setzen, werden unsere Gäste aus Bad Münstereifel auch im Rückspiel körperlich überlegen sein (gefühlt insgesamt zwei Spieler größer). Grund genug, um bessere Lösungen zu erarbeiten.

Ganze sechs Minuten dauerte es, bis der Ball das erste Mal im Netz zappelte – ärgerlicherweise in unserem. Bis dahin hielt Carsten seinen Kasten blitzsauber. Auch im weiteren Verlauf von Hälfte eins zeigte unser Torhüter gegen die wurfgewaltigen Angreifer zahlreiche Paraden. Zu Beginn war es etwas überraschend mehr die eigene Offensive, die zu einem Rückstand führte. Weniger das Abwehrverhalten. Vor allem Nils und Magnus gelang es immer wieder, durch sehenswerte Aktionen die vorgezogenen Verteidiger zu überwinden. Kraft für den Torwurf oder entscheidenden Pass fehlte danach allerdings.

Mit zunehmender Spielzeit fühlte sich Jonas am Kreis spürbar wohler, stand oftmals goldrichtig und verwandelte die Anspiele gleich mehrfach. Luca wurde bei seiner Prämiere im Rückraum eingesetzt, hielt 50 Minuten lang tapfer durch und kam beinahe zu seinem ersten Treffer – spätestens beim nächsten Heimspiel dürfte es so weit sein. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die Gäste von Minute zu Minute treffsicherer wurden. Viele der von uns nicht zu Ende gebrachten Angriffe setzten die Jungs aus der nördlichen Eifel in einfache Tore um.

Chedi stemmte sich dagegen und versuchte gleich dreimal über die Abwehrspieler zu werfen. Angesichts des Größenunterschiedes (es dürfte etwa ein halber Meter gewesen sein) vielleicht einmal zu viel. Dafür steuerte Felix zwei schöne Treffer von der Außenposition bei, indem er die knappen Freiräume konsequent nutzte.

Für die bevorstehenden Aufgaben (Bonn einmal ausgenommen) bleiben vor allem drei Erkenntnisse: Erstens benötigen wir im Angriff mehr Lösungen, die auch großgewachsene und kräftige Verteidiger vor Probleme stellen. Zweitens ist Aufgeben keine Option. Und drittens werden wir in dieser Saison nur bestehen, wenn die komplette Mannschaft am Start ist. In diesem Sinne, bis demnächst.

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