HV Erftstadt 1. Herren – HSG Sieg 2 41:34 (21:13)
Nächster Sieg für die 1. Herren in der Kreisoberliga: Auch der fünfte Erfolg in Folge gelingt, womit das Team nun über ein ausgeglichenes Punktekonto (19:19) verfügt. Gegen den Tabellenvorletzten reichen ordentliche 33 Minuten für eine frühe Entscheidung, bevor der HVE den Faden verliert und die Defensivarbeit nahezu komplett einstellt. In Gefahr gerät die Partie jedoch zu keinem Zeitpunkt mehr, sodass alle Spieler Einsatzzeit sammeln können.
Für den HVE ging es am 19. Spieltag mit der HSG Sieg 2 zwar gegen einen Gegner aus dem Tabellenkeller, für den jedoch noch alles auf dem Spiel stand: Mit zwei Punkten in ihrer letzten Partie der Saison hätte sich die HSG vorzeitig den Klassenerhalt sichern können und wäre nicht darauf angewiesen gewesen, dass der HVE am letzten Spieltag gegen Kall gewinnt. Dennoch ging der HVE nach den überzeugenden Leistungen der Vorwochen als Favorit in die Partie und wollte dieser Rolle von Beginn an gerecht werden.
Der HVE eröffnete das Spiel mit zwei Treffern, danach entwickelte sich eine ausgeglichene Anfangsphase (6:5/10. Minute). Bereits hier zeigte sich das offensive Muster des Spiels: Die ersten sechs Treffer wurden von sechs verschiedenen Spielern erzielt – extrem flexibel. Bemängeln konnte man lediglich, dass der Ball im Rückraum phasenweise weniger gut lief als in den Vorwochen. Zu oft wurden freie Mitspieler übersehen und stattdessen Einzelaktionen gesucht. In der Defensive legte der HVE hingegen merklich zu und ließ zwischen der 11. und der 23. Minute nur zwei Gegentreffer zu. Dadurch ergaben sich auch Möglichkeiten für das Tempospiel, das der HVE nach einigen Wechseln nutzte, um sich kontinuierlich abzusetzen (11:7, 16:9). Nach einer Auszeit in der 24. Minute verliefen die restlichen Minuten der ersten Halbzeit unspektakulär: Der HVE ließ die Gäste noch einmal auf sechs Tore herankommen (18:12), legte dann aber vor dem Pausenpfiff mit einem 3:0-Lauf nach. So ging es mit 21:13 in die Halbzeitpause.
Mit diesem Spielverlauf konnte der HVE bis dahin zufrieden sein. Bis auf einige Kleinigkeiten agierte das Team von Coach Micha souverän und hatte die HSG Sieg im Griff. Entsprechend gab es in der Halbzeit keine größeren Anpassungen – die Gastgeber wollten genauso weiterspielen wie im ersten Durchgang.
Diesen Eindruck bestätigte der HVE zunächst auch nach Wiederanpfiff: Mit einem 4:0-Lauf in nur 2:34 Minuten erstickte man jegliche Comeback-Hoffnungen im Keim. Spätestens beim Stand von 25:13 in der 33. Minute war die Partie entschieden. Leider schien sich der HVE dieser komfortablen Führung etwas zu sicher zu sein – ein weniger „feuriger“ Start in die zweite Hälfte wäre im Nachhinein vielleicht besser gewesen. Denn ab diesem Zeitpunkt stellte der HVE die Abwehrarbeit nahezu komplett ein. Tim im Tor konnte einem leid tun, da die HSG nun Angriff für Angriff ohne echte Gegenwehr zu freien Wurfchancen kam. Nach lediglich 13 Toren in den ersten 33 Minuten erzielte die HSG in den verbleibenden 27 Minuten noch 21 Treffer – eine indiskutable Quote.
Glücklicherweise hatte sich der HVE zuvor ein so großes Polster erarbeitet, dass ein Umschwung nie realistisch wurde. Zudem funktionierte die eigene Offensive weiterhin gut, sodass der HVE selbst noch 16 Treffer erzielte. Am Ende verlor der HVE die zweite Halbzeit zwar knapp mit 20:21, brachte den Sieg jedoch souverän über die Zeit (41:34).
Trotz der durchwachsenen zweiten Hälfte gibt es auch einiges Positives hervorzuheben: eine starke Torwartleistung – insbesondere in den ersten 30 Minuten –, eine insgesamt überzeugende Offensive, in der sich nahezu alle Spieler auszeichnen konnten, sowie die Tatsache, dass der HVE mittlerweile auch Spiele wie dieses, in denen nicht alles reibungslos läuft, sicher gewinnt. Das war vor einigen Wochen noch nicht selbstverständlich und zeigt, dass sich die Mannschaft auf einem guten Weg befindet.