HSG Geislar-Oberkassel 2 – HVE Herren 1 25:32 (11:17)
Dank einer starken Leistung legten die 1. Herren am 16. Spieltag einen Start-Ziel-Sieg in Bonn hin. Gegen den Tabellenvierten führte man bereits zur Halbzeit komfortabel und ließ auch in der zweiten Hälfte nie Zweifel daran aufkommen, wer die zwei Punkte mit nach Hause nehmen würde.
In den vergangenen Jahren hatte sich der HVE bei Geislar mehrfach auswärts heftige Klatschen abgeholt und einige Tiefpunkte erlebt. Das beste Pflaster war die Sporthalle Beuel-Ost für den HVE also bisher keinesfalls. Auch die Tabellensituation war mit den vergangenen Spielzeiten vergleichbar, und die HSG galt entsprechend als Favorit. Zur ungewohnt späten Zeit am Samstagabend um 20 Uhr schien beim Aufwärmen auch noch nicht das volle Feuer in der Mannschaft zu sein – es deutete also wenig darauf hin, dass der HVE wenig später seine beste Saisonleistung zeigen sollte. Doch der Reihe nach:
Nach ausgeglichenen ersten Minuten stellte sich die 1. Herren defensiv gut ein und nutzte dies, um sich einen kleinen Vorsprung zu erarbeiten. Trotz Harz leistete man sich dabei offensiv wenige Fehler und konnte aus den defensiven Ballgewinnen mehrfach im schnellen Gegenspiel zu guten Wurfchancen gelangen. Diese wurden genutzt, sodass die Führung Mitte der ersten Halbzeit bereits bei vier Toren lag (5:9 / 14. Minute). Anschließend verlief die Partie ausgeglichen und blieb konstant bei etwa vier Toren Abstand. Der HVE zeigte sich weiterhin defensiv hellwach, kontrollierte mit hohem Einsatz den Rückraum der Gastgeber und ließ nur wenige Chancen zu, von denen mehrere von Tim im Tor stark vereitelt wurden. So konnte sich der HVE auch offensiv eine kleine Schwächephase erlauben, ohne den Vorsprung zu verspielen. Kurz vor der Pause legte der HVE noch einmal mit zwei Treffern nach, während Geislar einen Siebenmeter ungenutzt ließ – der HVE führte zur Halbzeit überraschend, aber völlig verdient mit sechs Toren (11:17).
In der Halbzeit sah es also gut aus für die Erftstädter, die sich vor allem darum bemühten, die Konzentration hochzuhalten und nicht übermütig zu werden. In der Abwehr lag in den ersten 30 Minuten der Schlüssel zum Erfolg; darauf sollte auch weiterhin der Fokus liegen, um der Heimmannschaft gar nicht erst die Gelegenheit zu einem Comeback zu geben.
Dies gelang auch, da sich alle Spieler weiterhin auf hohem Niveau präsentierten: Der Rückraum der Gastgeber wurde früh attackiert, dahinter klug geholfen, sodass Geislar immer wieder zu langen Angriffen ohne echte Gefahr gezwungen wurde. Am Ende dieser Angriffe standen häufig erzwungene Fehler oder eine Parade. So ließ der HVE den Vorsprung nur einmal kurz auf vier Tore schmelzen, konnte sich anschließend jedoch direkt wieder absetzen und hatte den Abstand in der 40. Minute auf beruhigende acht Tore ausgebaut (14:22). Die HSG nahm daraufhin eine Auszeit und stellte im Anschluss die Abwehr um. Der HVE ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und spielte aus der Sicherheit der eigenen Defensive im Angriff geduldig weiter, bis die richtige Lücke gefunden war. Besonders erfreulich war dabei die Variabilität: Von allen Positionen ging Gefahr aus oder es wurden Räume für Mitspieler geschaffen. Über die gesamte Partie leistete sich der HVE deutlich weniger technische Fehler als zuletzt.
So konnte die HSG an diesem Abend versuchen, was sie wollte – sie kam nicht mehr entscheidend näher an den HVE heran. Dieser brachte die Partie über den Zwischenstand von 20:28 (52. Minute) weiterhin sicher nach Hause. Erst in den Schlussminuten konnte Geislar noch einmal etwas verkürzen, zu diesem Zeitpunkt war die Partie jedoch bereits entschieden. Am Ende stand nach der besten Saisonleistung des HVE ein klarer 25:32-Sieg.