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  • Endlich wieder Punkte: Nach drei sieglosen Partien konnte der HVE am Wochenende endlich wieder punkten. In einer knappen Partie zogen die Erftstädter nach einem langen Kopf-an-Kopf-Rennen kurz vor Ende der Partie entscheidend davon und retten den Sieg in der Schlussminute über die Zeit. Der HVE konnte trotz einiger Ausfälle auf einen breiten Kader zurückgreifen. Bereits vor der Partie war mit einem engen Spiel zu rechnen, denn beide Mannschaften hatten sich in der Hinrunde bereits mit einem Unentschieden getrennt. Godesberg Stad vor der Partie unter Druck, den Anschluss an die Spitzengruppe nicht zu verlieren, der HVE wollte seinerseits den Abstand zum Tabellenkeller vergrößern. Wie so oft startete der HVE schleppend in die Partie, auch Warnungen vom Coach vor der Partie verhinderten nicht, dass der HVE erst einmal in Rückstand geriet (2:5/7. Minute). Dabei tat sich der HVE offensiv noch etwas schwer und scheiterte mehrfach am starken Keeper der Gäste. Anschließend wachte der HVE aber endlich auf: Die Abwehr stellte sich nun besser auf die Gäste ein und profitierte auch von einigen starken Paraden der eigenen Torhüter, aus den Ballgewinnen entstanden zudem Möglichkeiten im offensiven Tempospiel. Innerhalb weniger Minuten drehten die Gastgeber die so die Partie auf 10:7 (17. Minute). In dieser Phase hätte der HVE eigentlich nur am Drücker bleiben müssen, die Wurfgelegenheiten waren auch vorhanden. Doch der HVE vergab diese in Haarsträubender Zahl und ließ die Godesberger so direkt mit einem eigenen 0:3 Lauf wieder ausgleichen. Leider zog sich die Chancenverwertung auch bis zur Pause durch, anstatt einer Führung musste sich der HVE zur Pause daher mit einem gerechten Unentschieden begnügen. Zum Start der zweiten Halbzeit profitierte der HVE von einer Zeitstrafe gegen den gegnerischen Torwart in der Halbzeit. Überzahl und Trainer im Tor bei den Gästen erlaubte dem Team von Coach Micha in Führung zu gehen. Godesberg glich aber direkt im Anschluss wieder aus, ein Muster, das in den nächsten Minuten beibehalten wurde. Bei beiden Mannschaften dominierte nun die Offensive, der HVE legte immer wieder vor, Godesberg glich anschließend aus. Erst Mitte der Halbzeit leistete sich der HVE dann ein paar zu statische Angriffe in Folge, Godesberg nutze die Phase aus und legte nach langer Zeit erstmals wieder vor (27:28/46. Minute). Der HVE fing sich aber schnell wieder, ließ sich nicht abschütteln und übernahm knapp 9 Minuten vor Ende der Partie wieder selbst die Führung (32:31). Alles schien angerichtet für eine enge Schlussphase, seit der 16. Minute hatte keine Mannschaft mehr mit 3 Toren in Führung gelegen – doch der HVE hatte andere Pläne und konnte sich dank zweier spektakulärer Doppelparaden, jeweils 7-Meter plus Nachwurf, in der entscheidenden Phase wieder ein kleines Polster verschaffen. Mit 34:31 und noch 5 Minuten auf der Uhr war der HVE auf der Siegerstraße, musste aber nach einer diskutablen 2-Minuten-Strafe zittern. Die Mannschaft ackerte und konnte die Unterzahlsituation mit 1:1 ausgeglichen gestalten, im Anschluss verkürzten die Gäste aber doch noch in der Schlussminute auf ein Tor. Coach Micha zog die letzte Auszeit, Godesberg ging im Anschluss auf die offene Manndeckung und eroberte fast den Ball, dieser landete aber am Ende doch wieder beim HVE, der wenige Sekunden später den entscheidenden Treffer erzielte. Godesberg konnte nur noch verkürzen, der HVE sicherte sich so in einer knappen und äußerst spannenden Partie zwei wichtige Punkte.

  • Keine Chance gegen den Liga-Primus: Gegen den Tabellenführer aus Bonn hatte der HVE am Wochenende keine Chance und musste sich bereits in der ersten Halbzeit geschlagen geben. Viel hatte sich die 1. Herrenmannschaft nicht ausgerechnet. Schließlich zieht Bonn in dieser Saison bislang verlustpunktfrei einsam seine Kreise an der Tabellenspitze der Kreisoberliga. Dennoch hatte sich der HVE im Pokalspiel im Februar ordentlich angestellt und sich nicht abschießen lassen. Auch im vergangenen Jahr überraschte man gegen den damaligen Tabellenführer aus Sieg auswärts mit einem Sieg. Das Ziel war also, es Bonn zumindest schwer zu machen und zu schauen, wie lange man mithalten und vielleicht doch an einer Sensation schnuppern könnte. Dem gegenüber standen jedoch die ersten 4:01 Spielminuten: Diese benötigte Bonn, um mit einem 4:0 direkt davonzuziehen. Der HVE war noch gar nicht in der Partie angekommen und ließ sich überrumpeln, während die Gastgeber nach technischen Fehlern zu einfachen Toren kamen. Als diese Fehler im Anschluss für einige Minuten abgestellt wurden, konnte sich der HVE noch einmal in die Partie kämpfen: Bis zur 9. Minute gelang ein 4:1-Lauf, womit der schlechte Start nahezu ausgeglichen war. In diesem kurzen Aufflackern zeigte sich, dass man defensiv durchaus gute Mittel hatte, wenn man in die geordnete Abwehr kam und nicht in erster oder zweiter Welle überlaufen wurde. Wenig später bot sich vom Siebenmeterpunkt die Chance auf den Ausgleich – doch stattdessen folgte ein kompletter Einbruch: Nach der vergebenen Gelegenheit dauerte es acht Minuten bis zum fünften und weitere neun Minuten bis zum sechsten eigenen Treffer. Insgesamt also 17 Minuten nahezu ohne eigene Offensive, während die Bonner dem HVE nach jedem Ballverlust und Fehlwurf gnadenlos davonliefen und bis zur Pause kein bisschen vom Gas gingen. Fraglich bleibt, wann die Partie endgültig entschieden war – beim 12:5 (20. Minute), beim 17:5 (27. Minute) oder spätestens beim Pausenstand von 21:7. In der Halbzeitpause musste sich der HVE jedenfalls nicht mehr mit möglichen Sensationen beschäftigen, sondern damit, sich nicht vollkommen zu blamieren. Das größte Problem lag eindeutig in der Offensive, wo man sich vergeblich mühte, aber kaum zu klaren Chancen kam. Die vielen Gegentore resultierten hauptsächlich aus Ballverlusten und mangelndem Rückzugsverhalten, das immer wieder konsequent bestraft wurde. Stand der HVE hingegen einmal geordnet in der Abwehr, taten sich auch die Bonner schwer. Entsprechend lag der Fokus in der Pause auf dem Angriff – mit dem Ziel, sich nicht kampflos abschießen zu lassen. Angesichts des Spielstands hatte Coach Micha bereits in der ersten Halbzeit nahezu allen Spielern Einsatzzeiten gegeben. Auch im zweiten Durchgang kamen alle Akteure in unterschiedlichen Konstellationen zum Einsatz, um Mittel gegen den TSV zu finden. Das gelang zumindest teilweise: Zwar war die Partie längst entschieden, doch beide Mannschaften ließen nicht locker. Der HVE konnte offensiv mehr Druck entwickeln und erzielte in der zweiten Halbzeit doppelt so viele Treffer wie im ersten Durchgang. Dadurch ergaben sich auch weniger Gegenstoßmöglichkeiten für die Bonner, sodass der HVE die zweite Hälfte immerhin nahezu ausgeglichen gestalten konnte (15:14). Darauf muss der HVE nun aufbauen, um in den kommenden Partien endlich wieder punkten zu können.

  • Mit einer zähen Leistung konnte die 1. Herrenmannschaft des HVE nichts gegen den Tabellenzweiten aus Niederpleis ausrichten. Insbesondere offensiv gelang viel zu wenig, um die Gegner ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Diese spielten ihren Stiefel wie gewohnt sicher herunter und nahmen am Ende verdient zwei Punkte mit nach Hause. In der letzten Saison hatte der HVE bereits gegen die Zweitvertretung aus Niederpleis keine Punkte erzielen können. Auch vor der Partie waren die Rollen klar verteilt: Niederpleis auf Platz zwei, der HVE auf Platz acht. In der Hinrunde hatte der HVE zwar lange mithalten können, kassierte aber Mitte der zweiten Halbzeit einen entscheidenden Lauf gegen sich. Der HVE begann gut und konnte die ersten Minuten ausgeglichen gestalten. Nach dem 5:5 erarbeiteten sich die Niederpleiser jedoch erstmals eine kleine Führung, da der HVE mehrere freie Wurfchancen ungenutzt ließ – leider ein Vorbote für den Rest der Partie. Obwohl die Begegnung spielerisch ausgeglichen wirkte, agierte der TuS deutlich cleverer und war bei den Wurfgelegenheiten effizienter. So befand sich der HVE beim 6:11 bereits klar im Hintertreffen (17. Minute). Es folgten einige Umstellungen, nach denen der HVE wieder besser ins Spiel kam. Mit mehr Bewegung und Klarheit in den Kreuzbewegungen entstanden Lücken für den Rückraum, die genutzt wurden, um den Rückstand zu verkürzen. In dieser Phase arbeitete sich der HVE wieder heran, auch weil die Defensive insgesamt gut stand. So konnte der HVE zur Pause auf 11:14 verkürzen und hatte zur Halbzeit noch alle Chancen auf ein Comeback. Nach der Pause zogen die Gäste dem HVE jedoch zunächst den Stecker. Innerhalb von sieben Minuten war der Vorsprung wieder auf sechs Tore angewachsen (13:19). Niederpleis ließ sich in seinem Spiel überhaupt nicht beirren und nutzte jede Schwächephase gnadenlos aus. Der HVE dagegen verfiel zu schnell in alte Muster, wenn es nicht lief, und konnte die Bewegung im Rückraum nicht aufrechterhalten. Auf diesen konzentrierten sich die Gegner mit fortlaufender Spielzeit immer stärker, da von außen zu wenig Torgefahr ausging. Lediglich eine couragierte Torwartleistung in der zweiten Halbzeit sorgte dafür, dass die Gastgeber nicht komplett abreißen lassen mussten. Dennoch war die Partie Mitte der zweiten Hälfte praktisch entschieden, nachdem die Gäste auf acht Tore Vorsprung erhöht hatten (16:24). Anschließend probierte der HVE alles und setzte früh auf eine offene Manndeckung, mit der noch einige Tore aufgeholt werden konnten. In der 57. Minute betrug der Abstand nur noch vier Tore und eine Chance lag in der Luft. Anschließend brachte Niederpleis das Spiel jedoch sicher über die Zeit. So endete die Partie mit einem verdienten Sieger (23:28). Defensiv hatte sich der HVE über weite Strecken gut präsentiert, abgesehen von wenigen Phasen. Offensiv war die Wurfquote jedoch erneut zu schwach. Zudem verfiel der Rückraum wieder zu schnell in Einzelaktionen, und auch das Tempo wurde nicht konsequent genug genutzt. Hieran wird die Mannschaft arbeiten müssen, wenn sie Teams aus der oberen Tabellenhälfte gefährlich werden möchte.