Herren 1 verliert wichtiges Spiel gegen Bad Münstereifel
HVE unterliegt Bad Münstereifel – Abstiegskampf spitzt sich zu
Die 1. Herrenmannschaft des HVE konnte auch am 20. Spieltag den Negativtrend nicht stoppen und unterlag Bad Münstereifel verdient mit 34:26. Nach der dritten Niederlage in Folge müssen in den verbleibenden Spielen gegen zwei starke Gegner dringend Punkte her, um die Ausgangsposition im Abstiegskampf zu verbessern.
Nach einem starken Start in die Rückrunde hatte der HVE in den letzten beiden Wochen zwei bittere Niederlagen kassiert und damit die Chance verpasst, sich aus dem Tabellenkeller ins gesicherte Mittelfeld der Kreisoberliga vorzuarbeiten. Umso wichtiger war die Partie gegen Bad Münstereifel. Im Hinspiel hatte der HVE noch knapp und dramatisch gewonnen, doch der TVE hatte sich seitdem stetig gesteigert und konnte sich mit einem Sieg endgültig aus dem Abstiegskampf verabschieden. Für beide Teams stand also einiges auf dem Spiel.
Spielverlauf: Zwei gute Phasen reichen nicht
Die Gastgeber starteten wacher in die Partie, während der HVE – wie so oft – einige Minuten brauchte, um ins Spiel zu finden. Nach einem frühen 3-Tore-Rückstand (6:3, 7. Minute) kämpfte sich der HVE mit einem 4:1-Lauf schnell zum 7:7-Ausgleich (11. Minute) zurück. Doch zur Mitte der ersten Halbzeit folgte der erste Einbruch. Offensiv fehlte jegliche Abstimmung, statt die kompakte TVE-Abwehr auseinanderzuziehen, verzettelte sich der HVE in Einzelaktionen und verlor die Zweikämpfe. Noch problematischer war die Reaktion darauf: Köpfe gingen nach Fehlern nach unten, Frust überwog das Rückzugsverhalten – eine Einladung für einfache Gegenstoßtore, die in einem so wichtigen Spiel nicht passieren dürfen. Folgerichtig zog Bad Münstereifel bis zur 25. Minute auf sechs Tore davon.
Dass die Partie zur Halbzeit nicht bereits entschieden war, lag an einer kurzen, aber starken Phase des HVE kurz vor der Pause. Das Team besann sich, kämpfte sich mit einem schnellen Lauf zurück und betrieb Schadensbegrenzung – mit 17:15 ging es in die Kabine. Bei nur zwei Toren Rückstand war noch alles möglich.
Doch die Hoffnung hielt nicht lange. Von der guten Phase vor der Halbzeit war nichts mehr zu sehen, der HVE war nach dem Anpfiff wieder völlig von der Rolle. Die ersten Minuten nach Wiederanpfiff gehörten klar dem TVE, der defensiv aggressiver, offensiv konsequenter und insgesamt wacher war. Innerhalb von sieben Minuten wuchs der Rückstand erneut auf sechs Tore an. Eine fällige Auszeit brachte keine Besserung – der HVE ergab sich seinem Schicksal. Beim 27:19 in der 45. Minute war die Partie praktisch entschieden. Nach einem weiteren 4:1-Lauf der Gastgeber drohte eine zweistellige Niederlage, die nur durch zwei späte Treffer des HVE verhindert wurde.
Ernüchternde Erkenntnis: Kampfgeist fehlt
Letztlich setzte es eine verdiente und frustrierende 34:26-Niederlage. Bitter ist dabei weniger das Ergebnis als die Art und Weise: Der HVE zeigte über 60 Minuten nur in zwei kurzen Phasen Normalniveau – zu wenig für den Abstiegskampf. Die Mannschaft muss sich fragen, wo die Spielfreude von vor einigen Wochen geblieben ist und warum in einem so wichtigen Spiel der Wille zum Widerstand so schnell erliegen kann.